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Familien entlasten: Bund und Kanton müssen Drittbetreuungsabzüge erhöhen

Die Kosten für die externe Kinderbetreuung müssen vollständig von den Steuern abzugsfähig sein. Der Kantonsrat hat eine entsprechende Motion überwiesen; der Bundesrat empfiehlt eine Parlamentarische Initiative dazu anzunehmen.

Gestern hat der Kantonsrat eine Motion angenommen zur Erhöhung des Drittbetreuungsabzugs bei den Einkommenssteuern. Mein eigener Vorstoss dazu von 2016 ist im April 2019 noch knapp gescheitert; gestern hat der erneute Anlauf der GLP geklappt. Ich habe es mir nicht nehmen lassen, die Parteien etwas zu piesacken, die für die Verzögerung verantwortlich sind, was mir in der NZZ das "Zitat der Woche" eintrug...;-) Den ausführlichen Bericht zur Kantonsratsdebatte gibt es hier.

Letzte Woche hatte bereits der Bundesrat bekannt gegeben, dass er die Parlamentarische Initiative von FDP-Nationalrätin Christa Markwalder unterstützt. Sie fordert einen Abzug bei der direkten Bundessteuer von bis zu 25'000 Franken. Diese Änderung war schon mal vorgesehen, scheiterte aber in der Referendumsabstimmung vom September 2020 – wenn auch aus anderen Gründen.

Nun dürften die bundesrechtlichen Voraussetzungen bald vorliegen, damit sich die Anpassung auch im Kanton Zürich rasch umsetzen lässt. Das ist eine gute Nachricht für die berufstätigen Eltern, die keine oder wenige Subventionen bekommen, die hohen Kosten für die Krippenbetreuung aber nicht von den Steuern (als Gewinnungskosten) abziehen können.

Es ist mir und der FDP ein wichtiges Anlieden, dass Eltern ihre Erwerbstätigkeit nicht wegen der Steuerprogression einschränken. Damit erlauben wir allen Familien, ihr Familienmodell frei zu wählen, fördern die Gleichstellung von Mann und Frau im Arbeitsleben und wirken dem Fachkräftemangel entgegen.

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